Eine elektrische Rohrbiegemaschine arbeitet mit einem motorisch angetrieben Biegesegment. Hierbei wird das Rohr kontrolliert um das Segment gebogen. Dieses Verfahren ist äußerst präzise, wiederholgenau und besonders für kleine und mittlere Rohrdurchmesser geeignet.
Funktionsweise einer elektrischen Rohrbiegemaschine mit Biegesegment:
1. Einspannen des Rohres:
Das Ausgangsrohr wird zwischen zwei Werkzeugen fixiert.
- Biegesegment – bestimmt den Biegeradius
- Biegeschiene – ist der Gegenhalter und presst das Rohr beim Biegen gegen das Segment
Durch die Vorspannung beider Werkzeuge entsteht eine präzise und reproduzierbare Klemmkraft.
2. Der elektrische Antrieb dreht das Biegesegment und biegt das Rohr:
- Der Motor dreht das Biegesegment um die eigene Achse
- Das Rohr wird dadurch um das Segment gezogen
- Während der Rotation folgt das Rohr der Form des Segments
3. Biegeschiene führt das Rohr:
Die Biegeschiene dient dient als Gegenhalter und sorgt dafür, dass:
- das Rohr an das Biegesegment gedrückt wird
- es nicht verrutscht
- keine Ovalisierung entsteht
4. Biegewinkel:
Der Motor dreht das Segment soweit bis der gewünschte Winkel erreicht ist.
Die Vorteile des elektrischen Antriebes:
- hohe Winkel Genauigkeit – ob durch manuelle Winkeleinstellung per Skala oder digital über Programmierung
- schnelle Wiederholbarkeit
5. Rücklauf:
Nach Abschluss des Biegevorgangs dreht sich das Biegesegment zurück in die Ausgangsposition.