Schleifen ist eines der gängigsten Fertigungsverfahren in der Metallbearbeitung. Ob im Maschinenbau, Metallbau oder anderen metallverarbeitenden Betrieben: Mit der richtigen Auswahl der Schleifmaschine, Schleifmittel und Einstellungen kann nahezu alles geschliffen werden. Zu den gängigsten Materialien zählen Stahl und Edelstahl, aber auch Aluminium und Buntmetalle können geschliffen werden.
Oft werden Bauteile durch Schleifen für weiterführende Bearbeitungsschritte vorbereitet oder nach gewissen Bearbeitungsschritten nachbearbeitet.
Schleifen ist sehr vielseitig. Deshalb nun ein kleiner Überblick mit nützlichen Hinweisen und Erläuterungen.
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gerne per Mail, Telefon oder bei einem Besuch vor Ort.

Wann wird Metall geschliffen?

Je nach Anwendung kann das Ziel unterschiedlich sein.

Zu den gängigsten Anwendungen zählen:

  • Entgraten und Anfasen von gesägten oder gespanten Bauteilen.
  • Anschleifen von Schweißfasen.
  • Plan- und Flächenschleifen.
  • Bearbeiten von Rundungen und Konturen.
  • Vorbereiten von Oberflächen zum Polieren.
  • Verschleifen von Schweißnähten.
  • Schleifen und Satinieren von sichtbaren Flächen und Oberflächenfinishs.
  • Entfernen von Rost, Lack, Zunder und Unebenheiten.

Metall richtig schleifen – das Verfahren entscheidet

Welches Schleifverfahren beziehungsweise welche Schleifmaschine zum Einsatz kommt, hängt vom Werkstück, dem Material und dem gewünschten Ergebnis ab. Des Weiteren ist entscheidend, ob eine Produktion von Serienbauteilen stattfindet bei der die Schleifmaschine mehrere Stunden oder sogar im Schichtbetrieb läuft oder ob es sich beispielsweise um einen Nacharbeitsplatz handelt bei dem nur sporadisch geschliffen wird.

Hier finden Sie eine Übersicht an gängigen Schleifmaschinen und eine Erläuterung der Einsatzbereiche:

  • Bandschleifmaschinen: Schleifen von handlichen Bauteilen an Planschlifffläche oder Kontaktrolle. Häufig wird entgratet nach dem Sägen oder Zerspanen. Ebenfalls gängige Anwendungen sind das Herstellen von Sichtflächen. Bandschleifmaschinen gibt es in den verschiedensten Bauformen, freistehend oder als Tischmaschine, Bandabmessung etc.
  • Tellerschleifmaschinen: Wird ein besonders präziser Planschliff benötigt so ist die Tellerschleifmaschine die richtige Wahl. Der Schleifteller kann mit selbstklebenden oder Klett-Schleifscheiben eingesetzt werden.
  • Doppelschleifmaschinen: Besonders zum Schleifen und Nachschärfen von harten Bauteilen wie Werkzeuge eignen sich Doppelschleifmaschinen. Mit der harten und formstabilen Schleifscheibe kann präzise gearbeitet werden.
  • Langbandschleifmaschinen: Für die Herstellung von Sichtbauteilen, meist im Edelstahlbereich, kommen Langbandschleifmaschinen zum Einsatz. Gängige Bauteile sind gelaserte, gekantete und verschweißte Blechbauteile, welche auf den Langbandschleifmaschinen verschliffen und satiniert werden. So entstehen Oberflächenfinishs für den Küchenbau, Schaltschrankbau, Verkleidungen von hochwertigen Maschinen und vielem mehr.
  • Rohrschleifmaschinen: Das Schleifen und Satinieren von geraden oder gebogenen, Rundrohr, elliptischem Rohr oder Tunnelrohren erfolgt auf Rohrschleifmaschinen. Zu gängigen Bauteilen Bügel, Griffe, Geländer, Maschinenbauteile und eben alles, was eine ansprechende, geschliffene Oberfläche benötigt.
    Je nach Anwendung kommen Ausführungen als Planeten-Rohrschleifmaschinen oder Centerless-Rohrschleifmaschinen zum Einsatz.
  • Rohrausschleifmaschinen: Wenn Rohre für Geländer oder Rohrleitungen verschweißt werden, kommen Rohrausschleifmaschinen zum Einsatz. Herbei werden stirnseitig und in Gehrungen Radien eingeschliffen. So können die Rohre ohne viel Spalt aneinandergesetzt und sauber verschweißt werden.
  • Poliermaschinen: Auf Maschinenwellen unserer Poliermaschinen lassen sich neben Polierscheiben auch Fächerschleifscheiben, Schleifvliesräder und andere Scheiben und Räder zum Schleifen einsetzen.
  • Werkzeugschleifmaschinen: Zum Nachschärfen von großen Spiralbohrern oder Drehstählen kommen unsere Spiralbohrerschleifmaschinen oder Stähleschleifmaschinen zum Einsatz.

Viele unserer Maschinen können in Kombination mit verschiedenen Schleifmaschinentypen eingesetzt werden. Platz ist meist Mangelware. So kann es Sinn machen beispielsweise eine Bandschleifmaschine mit einer Scheibenschleifmaschine zu kombinieren. Die Kombination kann im Arbeitsalltag für viele Anwendungen eingesetzt werden.

Das richtige Schleifmittel für Metall

Die sogenannten Schleifmittel stellen die Werkzeuge der Schleifmaschinen dar. Je nach Maschinentyp kommen unterschiedliche Typen an Schleifmitteln zum Einsatz. Die jeweiligen Schleifmittel gibt es dann in unterschiedlichen Güteklassen.
Je nach Anwendung, Material und Maschinentype muss das Schleifmittel gewählt werden. Nur so kann das gewünschte Ergebnis mit einer bestmöglichen Standzeit erzielt werden.

  • Ist ein hoher Materialabtrag gefordert so kommen grobe Körnungen zum Einsatz.
  • Für eine gute Oberflächengüte kommen feine Körnungen zum Einsatz.
  • Je härter das zu schleifende Material ist, desto härter muss auch das Schleifmittel sein.

Bei Bandschleifmaschinen kommen Schleifbänder zum Einsatz. Schleifbänder sind endlose Bänder aus einem Papier oder Gewebeträger das mit Schleifkörnern besetzt ist. Die Schleifkörner gibt es in diversen Güteklassen. Ein guter Standard im Metallbereich ist Zirkonkorund. Wird eine höhere Standzeit benötigt so ist Keramik die erste Wahl.
Bei Scheibenschleifmaschinen kommen Schleifscheiben zum Einsatz. Auch die Schleifscheiben sind in diversen Qualitäten und Körnungen erhältlich.
Tellerschleifmaschinen werden mit Schleifscheiben ausgerüstet. Diese gibt es Klett und selbstklebenden Ausführungen. Klett hat den Vorteil, dass die Schleifscheiben schnell und einfach gewechselt werden können. Selbstklebende Schleifschleifscheiben hingegen sind direkt mit dem Schleifteller verbunden was einen direkten und besonders planen Schliff mit sich bringt. Selbstverständlich sind auch Schleifscheiben in diversen Qualitäten und Körnungen erhältlich.

Allgemein lässt sich sagen: Je besser Schleifmittel, Maschine und Anwendung aufeinander abgestimmt sind, desto besser ist auch das Schleifergebnis.

Schnittgeschwindigkeit und Anpressdruck beachten

Die Schnittgeschwindigkeit bzw. der Schleifgeschwindigkeit haben ebenfalls einen großen Einfluss auf das Ergebnis. Zu hohe oder zu niedrige Schnittgeschwindigkeiten können je nach Werkstoff und Schleifmittel zu einem unerwünschten Schleifergebnis, zu hohem Wärmeeintrag oder hohem Verschleiß führen.

Viele Maschinen haben standardmäßig zwei Drehzahlbereiche. So kann die Maschine auf die jeweilige Situation eingestellt werden. Bei besonders präzisen Schleiftätigkeiten können die Maschinen mit einem Inverter oder einem Frequenzumrichter für eine stufenlos regelbare Drehzahl ausgestattet werden.

Auch der Anpressdruck hat einen hohen Einfluss auf das Schleifergebnis. Der Anpressdruck muss kontrolliert und gleichmäßig sein. Ein besonders hoher Druck erhöht nicht automatisch den Abtrag. Folgen sind hierbei oft eine unnötig hohe Belastung auf das Werkstück, Maschine und Schleifmittel.

Wer viel schleift, profitiert von einer professionellen Schleifmaschine

Wer regelmäßig schleift, profitiert von einer leistungsfähigen und anwenderfreundlichen Schleifmaschine für den gewerblichen Bereich. Professionelle Maschinen sind standhaft und erfüllen zuverlässig ihre Aufgabe. Zudem sind sie bei korrekter Handhabung sehr sicher für den Anwender.

Für metallverarbeitende Industrie- und Handwerksbetriebe, Werkstätten und Bildungseinrichtungen wie Berufsschulen etc. steht eine Vielzahl an unterschiedlichen Ausführungen zur Auswahl:

  • Kompakte Tischbandschleifmaschinen
  • Freistehende Maschinen
  • Maschinen in unterschiedlichen Kombinationen
  • Maschinen mit integrierter Absaugung

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